Ursula Krechel
Do. 09.10.2025 - 19:30 Uhr

MIT CAREN HEUER, VOLJA HAPEYEVA UND JULIAN VOLOJ
Kaum etwas hat den älteren Thomas Mann so sehr geprägt wie die Erfahrung des Exils. Auch wenn Kalifornien ihm Sicherheit versprach und er aufgrund seines Weltruhms weitgehend sorgenfrei weiterschreiben konnte, spürte er das Gefühl, von der Heimat ausgestoßen und ausgeschlossen zu sein, geradezu als körperlichen Schmerz: „Herzasthma des Exils“ nannte er die Krankheit, die die von den Nationalsozialisten ins Exil gezwungenen Künstlerinnen und Künstler befiel; und ebenso nennt Ursula Krechel, die Trägerin des Georg-Büchner-Preises 2025, ihr neues Buch, eine Kulturgeschichte des Exils.
Über diesen Schmerz sprechen wir in Manns Heimatstadt Lübeck mit ihr und mit Caren Heuer, der Leiterin des Buddenbrookhauses, sowie dem Autor Julian Voloj, der gerade die – von Magdalena Adomeit illustrierte – Graphic Novel „Thomas Mann – 1949“ vorgelegt hat: Sie erzählt von der Rückkehr des Exilanten in die zerstörte Heimat. Die Dichterin Volha Hapeyeva kennt das Exil aus eigener Erfahrung – sie verließ Belarus 2020 und wurde ins Writers-in-Exile-Programm des PEN Deutschland aufgenommen.
Moderation: Alexander Solloch, NDR Kultur
Unter der Schirmherrschaft der Stiftung Lesen
In Kooperation mit:
Buddenbrookhaus
PEN Deutschland Writers-in-Exile
Büchereizentrale Schleswig-Holstein
Landesverband der vhs SH